Mitarbeit bei der Notfallhilfe
Aktiv sein in der Notfallhilfe? Fragen und Antworten
Wer kann Notfallhelfer werden?
In der Notfallhilfe mithelfen kann jeder ab 18 Jahren. Aus versicherungsrechtlichen Gründen ist die (kostenfreie) aktive Mitgliedschaft im DRK Vorraussetzung, ebenso wie die Bereitschaft zur
Mitarbeit in unserer regulären Bereitschaft.
Brauche ich eine spezielle Ausbildung?
In speziellen Kursen erhält jeder Helfer die notwendige Ausbildung, um am Einsatzort sicher handeln zu können. Neben der Sanitätsausbildung gehören dazu ein spezielles Training in
Herz-Lungen-Wiederbelebung, einschließlich des Umgangs mit einem automatischen Defibrillator und ein Fahrsicherheitstraining.
Außerdem wird selbstverständlich niemand ins kalte Wasser geworfen: ein neuer Helfer kommt zuerst nur in Begleitung eines erfahrenen Notfallhelfers zum Einsatz, damit er ein Bild vom Ablauf eines
Rettungsdiensteinsatzes bekommt und Routine gewinnen kann, bis er sich sicher genug fühlt. Zudem gehören natürlich regelmäßige Fortbildungen und Trainings zum Pflichtprogramm.
Wann komme ich zum Einsatz?
Um eine möglichst große Abdeckung zu erreichen werden die Helfer flexibel in einem Dienstplan eingeteilt. Da alle Helfer ehrenamtlich in der Notfallhilfe tätig sind, gibt es natürlich keine
Verpflichtungen. Jeder hilft im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten.
Muss ich auch nachts aufstehen?
Grundsätzlich ist die Notfallhilfe rund um die Uhr besetzt. Wenn Sie aber nur tagsüber fahren möchten, ist das nach Absprache auch möglich. Die meisten Engpässe in unserem Dienstplan treten
beruflich bedingt tagsüber auf.
Ist die Notfallhilfe nicht eine große psychische Belastung?
Einsätze der Notfallhilfe führen den Helfer in jede mögliche Lebenssituation - in jede soziale Schicht, zu alt und jung, in eine intime Situation beim Patienten zu Hause oder auf die Landstraße.
Das kann unter Umständen für den Helfer belastend sein.
Schwierige Einsätze (z.B. mit Schwerverletzten, Kindern etc.) und der Kontakt mit Sterben und Tod werden deshalb mit dem Teampartner nachbesprochen, wobei auch persönliche Eindrücke aufgearbeitet werden.
Die Erfahrung zeigt aber, dass das gute Gefühl, einem Menschen helfen zu können oder ihm vielleicht sogar direkt das Leben zu retten, deutlich überwiegt.